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Pro & Contra: Junge Union diskutierte kontrovers über Hunsrückbahn!

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“Hunsrückquerbahn - Vision oder Illusion?”: Lebhafte Diskussion über die Reaktivierung der Hunsrückbahn in Rheinböllen

Kommt die Hunsrückbahn oder kommt sie nicht? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Diskussion am alten Bahnhof in Rheinböllen, zu der die Junge Union (JU) Rheinböllen mit ihrem Vorsitzenden Marian Bracht eingeladen hatte. Nach aktuellem Stand plant die Bahn den Einsatz von täglich 40 Personenzügen und 6 Güterzügen. Doch ob es dazu kommt, steht noch in den Sternen. Denn die Reaktivierung der Hunsrückbahn ist Mittelpunkt vieler Diskussionen. „Das große Interesse zeigt, dass das Thema die Menschen im Hunsrück umtreibt“, betont Marian Bracht. Gerade aus diesem Grund sei die Diskussion der Vor- und Nachteile der Reaktivierung der Hunsrückbahn besonders wichtig.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht beleuchtete die Geschichte der Hunsrückbahn und verwies auf vielfältige Ankündigungen der einstigen roten Alleinregierung und der heutigen rot-grünen Landesregierung. „Aktuell plant die Regierung nun bis 2016 Baurecht zu schaffen. Dies habe sie auf eine parlamentarische Anfrage geantwortet“, erklärt Bracht. Und auch VG-Bürgermeister Arno Imig beklagte in Richtung des Landes eine „schon über Jahre hinweg andauernde Hängepartie“, welche es unmöglich mache Planungssicherheit herzustellen. Imig stellte dar, dass aus Sicht der Verbandsgemeinde ein Haltepunkt in Rheinböllen Leben bringen würde. „Wir warten nur auf den Startschuss! Es wird Zeit, dass wir aus unserem Bahnhof wieder ein Schmuckstück machen. Eine Bahn hat auch große Bedeutung für den Tourismus in der Region verbessert den öffentlichen Personennahverkehr“, untermauerte Stadtbürgermeisterin Bernadette Oberthür die Erwartungshaltung.

Die Vorteile einer Reaktivierung verdeutlichte auch Erhard Pitzius von der Initiative „Pro Hochwald-/Hunsrückbahn“ und setzt sich für viele Haltepunkte und eine verstärkte touristische Nutzung auch mit Blick auf den neu eingerichteten Nationalpark. Gleichzeitig will er den Menschen die Ängste vor einer starken Lärmbelästigung nehmen. Diese Lärm-Problematik gilt für Wolfgang Kochanowski (Vorsitzender der IG „Hunsrückbahn: So nicht e. V.“) als eines der zentralen Kritikpunkte, wobei er deutlich machte, dass man nicht grundsätzlich gegen die Bahn sei, sofern zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden, was auch Bürgermeister Imig forderte. Neben der Lärm-Problematik stellte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Kreistag, Hans Dunger, die Frage nach dem Nutzen einer Hunsrückbahn. So werde der ÖPNV im Hunsrück heute schon nicht genutzt und eine Bahn würde aus seiner Sicht den guten Busverkehr kaputtmachen. Dunger erneuerte seine Forderung nach der Einrichtung eines Radweges auf der ehemaligen Trasse.

Die Vorteile für die Hunsrück-Region und den Flughafen Hahn machte Hanna Koch (Pressesprecherin des Flughafens Hahn) deutlich. „Der Hahn braucht jede nur mögliche Unterstützung.“ Und auch CDU-Kreistagsmitglied Maximilian Ziegler beschrieb die positiven Vorteile einer verbesserten Infrastruktur durch eine reaktivierte Hunsrückbahn. „Die Anliegergemeinden und die Menschen in der Region brauchen endlich Planungssicherheit. Unsere Diskussion hat deutlich gemacht, dass es Handlungs- und Klärungsbedarf gibt. Die Anliegergemeinden und die Menschen brauchen endlich Klarheit“, erklärt der JU-Vorsitzende Marian Bracht und machte den Wunsch aller Diskussionsteilnehmer klar: „Die rot-grüne Landesregierung muss endlich klar sagen: Kommt die Bahn oder kommt sie nicht!“

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